Rausch CEO  Sandra Banholzer
Bild: Luisa Blumenthal Photography

Warum sollen deine Töchter deinen Lohn nicht kennen, Sandra Banholzer?

Ihr erstes Geld verdiente Sandra Banholzer mit Veloputzen, heute führt sie das Familienunternehmen Rausch. Ein Money Talk über Vereinbarkeit, Lohnverhandlungen und warum man nicht alles haben kann.
Amélie Galladé

Hintergrund

  • Alter: 50
  • Kinder: 2 Mädchen (10 und 12 Jahre)
  • Beruf: CEO von Rausch
  • Einkommen: komfortabel
  • Schulden: Hypothek auf dem Haus
  • Grösster Ausgabeposten: Wohnen und Versicherungen für die ganze Familie
  • Vermögen: guter Notgroschen für Family & Friends

Für deinen Führungsstil wurdest du 2024 zur «CEO of the Year» gekürt. Ende letzten Jahres folgte mit der Arosa Humorschaufel 2025 eine Auszeichnung für deine gelassene Art. Wie führst du mit Humor?

Es ist natürlich nicht immer alles zum Scherzen. Wer zu viele Sprüche klopft, verliert an Glaubwürdigkeit. Aber ich bin  sicher eine humorvolle Person. Und ich bin authentisch im Führen. Ich nehme mich als Person wahr, auch wenn ich eine Funktion habe. Auch in einer Krise versuche ich, der Situation mit Humor zu begegnen, damit sie etwas leichter wird. Mir kommen manchmal lustige Dinge in den Sinn, die den Alltag auflockern und meine Hierarchiestufe etwas nahbarer machen bei Menschen, die immer noch das Gefühl haben: «Sie ist die CEO, da muss ich mich anders benehmen.» Das möchte ich nicht. Ich möchte auf Augenhöhe sein mit allen.

Den Termin für unser Gespräch haben wir auf den späten Nachmittag verlegt, da du heute deine Tochter zu einem Termin begleitet hast. Wie jonglierst du Beruf und Familie?

Es s bleibt ein Spagat. Einfach ist es nicht. In unserem Familienmodell übernimmt mein Mann den Löwenanteil zu Hause. Das ist natürlich grandios, weil mir das den Rücken freihält. Und trotzdem ist da der Mental Load, was die Kinder anbelangt. Deshalb muss man auf Dinge verzichten. Ich habe den Eindruck, dass unsere Gesellschaft heute glaubt, auf nichts mehr verzichten zu müssen. Aber das muss man in meinen Augen, weil sonst einfach alles zu kurz kommt.

Worauf verzichtest Du?

Ich habe seit Längerem keine Hobbys mehr. Das kommt zu kurz, aber sonst wäre ich noch mehr weg. Ich nehme mir manchmal Me-Time oder verbringe ein Weekend mit meinen Schwestern, statt regelmässig noch abends weg zu sein. Auch diese Zeit wird wiederkommen. Verzichten ist der Schlüssel für Vereinbarkeit. Um im Job eine Führungsrolle zu übernehmen, muss man woanders zurückschrauben, damit man in der Familie auch noch eine Rolle spielen kann.

Sandra Banholzer
«Verzichten ist der Schlüssel für Vereinbarkeit. Um im Job eine Führungsrolle zu übernehmen, muss man woanders zurückschrauben, damit man in der Familie auch noch eine Rolle spielen kann.»

Du arbeitest Vollzeit, dein Mann widmet sich der Kinderbetreuung. War diese Aufteilung für euch schon immer klar?

Nein, überhaupt nicht. Wir sind schon sehr lange zusammen und haben uns erst spät für eine Familie entschieden. Es war klar, dass jemand mehr zu Hause sein wird, aber wir wussten nicht, wer. Beim ersten Kind habe ich ein Jahr lang Pause gemacht und dann begonnen, einen Teilzeitjob zu suchen. Eines Tages kam mein Mann nach Hause und fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, wieder 100 Prozent zu arbeiten. Er wollte auch mal Vollzeit zu Hause sein mit unserer Tochter. Ich arbeitete immer gern und konnte mir das gut vorstellen. Also machten wir diesen Rollentausch und merkten, dass es uns viel mehr entspricht. Dann kam das zweite Kind, und wir behielten das Modell bei.

Beziffert ihr den Wert der Care-Arbeit deines Mannes in Geld?

Nein, nicht mit Geld. Aber ich sage meinen Kindern immer: Was euer Papa zu Hause leistet, ist mindestens genauso viel wert, wenn nicht noch mehr, als was ich als CEO mache. Es ist so anspruchsvoll, die Familie zu managen. Ich habe manchmal das Gefühl, es ist einfacher, eine Firma zu managen als eine Familie mit kleinen Kindern. Diese Wertschätzung müssen alle hören.

Was rätst du Frauen, die Karriere und Familie möchten?

Den Mut zu haben, beides zu probieren. Und nicht daran zu verzweifeln. Man muss auch dem Partner gegenüber kommunizieren, dass man beides will. Ich treffe immer wieder Frauen, die sagen: «Oh, jetzt geht es nicht, mein Mann macht gerade einen MBA» oder «Mein Mann wurde gerade befördert.» Ja, aber was ist denn mit dir? Man muss adressieren: «Ich möchte auch.» Und dann muss man zusammensitzen und schauen, was möglich ist. Du bist auch nur eine gute Mutter, wenn du zufrieden bist. Wenn du etwas für dich tust, bist du auch ein Vorbild für die Kinder.

Viel kommunizieren also.

Ja. Und auch die Spannung ab und zu aushalten. Kaum ist ein Kleinkind krank, ist die Frage, wer nun zu Hause bleibt. Das muss man aushalten. Und es natürlich auch mit dem Arbeitgeber und den Teammitgliedern gut besprechen. Auch da gibt es manchmal Spannungen zwischen jenen mit Kindern und jenen ohne Kinder. Jene mit Kindern fehlen ab und zu in den Wintermonaten, wenn die Kinder krank sind. Auch da sage ich jeweils, dass nicht immer die Frau zu Hause bleiben muss, sondern auch der Mann mal kann.

Sandra Banholzer
«Ich habe manchmal das Gefühl, es ist einfacher, eine Firma zu managen als eine Familie mit kleinen Kindern.»

Wie machst du das im Unternehmen?

Mein Mann arbeitete eine Weile lang Teilzeit. Da war es mir wichtig, das vorzuleben, indem nicht immer er zu Hause geblieben ist, wenn die Kinder krank waren. Manchmal musste ich eine Geschäftsleitungssitzung auf Teams verlegen, damit ich zu Hause bleiben und meine Tochter mit einer Mittelohrentzündung pflegen konnte.

Und das auch vorleben.

Das nimmt vielleicht auch ein wenig Druck von Frauen in Führungspositionen, die auch den Spagat leben und immer denken, dass sie alles schaffen müssen. Man kann einfach nicht immer alles. Und wenn man dann sieht: Aha, die CEO kann auch nicht immer da sein, wenn sie ein krankes Kind zu Hause hat, dann gibt es Wege, die Vereinbarkeit zu adressieren.

Zum Thema Geld: Hast du deinen Lohn verhandelt?

Ja, immer. Das habe ich in meinem ersten Job als Junior Key Account Manager gelernt. Mangels Erfahrung habe ich meinen Lohn dort nicht verhandelt. Dann merkte ich, was so drinliegt, und machte auch einen guten Job. Nach zwei oder drei Jahren verhandelte ich mit meinem Chef darüber, weil ich fand, dass ich einen Anspruch auf mehr habe. Das kostete mich viel Mut, denn das wurde mir im Elternhaus nicht beigebracht. Dort sprach man gar nicht über Geld. Von da an habe ich immer meinen Lohn verhandelt, angetrieben vom Gedanken der Gleichberechtigung. Es geht mir überhaupt nicht in den Kopf, warum ich bei mehr Leistung nicht mehr verdienen soll, nur weil ich eine Frau bin.

Hast du Tipps, wenn es einem schwerfällt, Lohnforderungen zu stellen?

Wichtig ist der Grund, warum man mehr verdienen sollte. Da bin ich vielleicht noch etwas konservativ. Ich finde, man muss zuerst etwas leisten, bevor man eine Lohnerhöhung erhalten kann. Ich rate den jüngeren Generationen: Zuerst abliefern, dann eine Liste über die eigene Lernkurve führen. Mit dieser Liste kann man das bei der Chefin oder dem Chef ansprechen, sofern eine Lohnerhöhung drinliegt. Die Firma muss es auch immer vermögen. Insbesondere bei KMUs ist das wichtig zu verstehen.

Wie laufen Lohnverhandlungen bei dir ab?

Einmal im Jahr prüfen die Teamleiter anhand der Lohntabellen und Qualifikationen, welche Mitarbeitenden Anspruch auf eine Lohnerhöhung haben. Manchmal kommen die Leute auch von selbst. Fairness ist hier extrem wichtig zwischen den Abteilungen und den Hierarchien, auch die Definition von Lohnbändern. Das gelingt nicht immer, weil Fachspezialist:innen oder ein begrenztes Angebot eines Fachpools die Löhne nach oben treiben. Dann schauen wir, wie viel Geld wir für das Budget des nächsten Jahres erarbeitet haben, das wir für strukturelle Lohnerhöhungen verwenden können.

Dafür habt ihr ein Lohnmodell?

Ja. Aber wir können nicht immer alle happy machen. Natürlich hat manchmal jemand das Gefühl, es wäre jetzt Zeit für eine Lohnerhöhung, aber manchmal geht es einfach nicht oder wir sehen das anders. Es gibt bei uns nicht jedes Jahr automatisch eine Lohnerhöhung. Das können wir uns gar nicht leisten.

Die Lohnerhöhung ist also an eine Leistung gekoppelt?

Ja, oder an ein Verantwortungsgebiet, das man neu übernimmt. Für uns als KMU ist es auch besser tragbar, allen die gleiche Prämie auszuzahlen. In den schlimmen Jahren mit Inflation in Deutschland, Ukraine-Krieg und nach Covid versuchten wir, das mit einer einmaligen Prämie auszugleichen.

Sandra Banholzer
«Sorry, kein CEO ist 50 Millionen wert. Das verstehe ich nicht.»

Findest du den Unterschied zwischen deinem Lohn und dem tiefsten Lohn bei Rausch gerecht?

Den Unterschied zwischen dem Lohn des CEOs und jenem Angestellten mit dem tiefsten sollte man so deckeln, dass er noch zu rechtfertigen ist. Ich trage so viel Verantwortung, ultimativ für das Weiterbestehen der Firma, sodass ich meinen Lohn gerechtfertigt finde, wie auch jenen der Geschäftsleitungsmitglieder und der Teamleiter. Von mir wird erwartet, dass ich – etwa wenn ich die neue Strategie für den Verwaltungsrat fertig haben muss – auch am Wochenende, am Abend und weiss ich wann arbeite. Das ist okay und im Lohn abgegolten. Der tiefste Lohn ist jener der Mitarbeitenden in der Fabrik. Sie stempeln haargenau und ihnen wird natürlich jede Minute ausbezahlt. Aber irgendwo ist es dann auch einfach mal gut. Sorry, kein CEO ist 50 Millionen wert. Das verstehe ich nicht.

Geld ist ein Tabuthema. Welche Gefühle löst Geld bei dir aus?

(Überlegt.) Es ist mega gut, wenn man genug davon hat. Es nimmt einem einige Sorgen weg, wenn man nicht jeden Franken umdrehen muss Ende Monat. Ich habe schon oft festgestellt, dass ich nicht so geldgetrieben bin. Boni habe ich alle abgeschafft. Denn mich kann man monetär nicht viel mehr antreiben, als ich sonst schon angetrieben bin. Natürlich will ich auch einen richtig guten Lohn, aber Geld ist nicht alles im Leben. Das kann man natürlich einfach so sagen als CEO in einer komfortablen Situation. Ich habe mich nie in der Familie über Geld gestritten und ich hoffe, dass es so bleibt.

Was ist dein Rezept, damit du nicht über Geld streitest?

Das wurde mir vorgelebt. Meine Eltern haben das Geld zwischen uns drei Schwestern fair aufgeteilt, und das Erbe haben wir bereits vorausschauend geregelt, obwohl meine Eltern noch super gesund sind.

Was hast du davon in deine Partnerschaft übernommen?

Zuallererst habe ich einfach den richtigen Partner. Wir haben das gleiche Spar- und Ausgabeverhalten. Keiner schlägt über die Stränge. Wir leben aber auch vor, dass man sich nicht immer alles leisten kann, da bin ich wieder beim Thema Verzicht. Ich schaue, was ich mir mit meinem Lohn leisten kann und was nicht. Letzterem muss ich dann nicht immer nachjammern. Oje, jetzt habe ich in St. Moritz keine Ferienwohnung, dann habe ich halt keine.

Sandra Banholzer
«Boni habe ich alle abgeschafft. Denn mich kann man monetär nicht viel mehr antreiben, als ich sonst schon angetrieben bin.»

Warum fällt es gerade vielen Frauen so schwer, offen über Geld zu sprechen?

Ich weiss nicht, warum gerade Frauen so wenig über Geld sprechen. Ich persönlich rede über Geld, aber nicht über konkrete Beträge. Es gehört zum Leben dazu, und ich finde es wichtig, dass man lernt, damit umzugehen. Meine Töchter kennen meinen Lohn trotzdem nicht. Sie sind 10 und 12 Jahre alt, und ich glaube, das ist eine Zahl, die sie noch nicht kennen müssen.

Warum sollen deine Töchter deinen Lohn nicht kennen?

Ich glaube, sie können das nicht einordnen. Zum Beispiel spielt meine Tochter Volleyball. Ich habe gerade die Rechnung von 390 Franken für ihre Clubmitgliedschaft erhalten, und sie hat mich gefragt, ob wir so viel Geld haben. Wenn ich ihr sage, wie viel ich verdiene, kann sie das gar nicht in Relation setzen. Da bin ich ein wenig die Bünzli-Schweizerin. Ich will auch nicht, dass man mit Geld oder einer Funktion plötzlich in der Schule angibt. Ich sage meinen Töchtern: «Ihr seht, ich arbeite viel und gern,und darum haben wir auch ein gutes Leben und können uns einiges leisten.» Aber sie sind noch zu jung, um zu wissen, wie viel es tatsächlich ist. Da habe ich Hemmungen.

Sind deine Hemmungen berechtigt?

Das weiss ich nicht. Wir sind so sozialisiert. Wenn ich höre, dass in Firmen alle die Löhne voneinander kennen, kann ich mir das nicht vorstellen.

Warum?

Ich habe das Gefühl, man kommt in einen Rechtfertigungs-Modus. In unserem traditionellen KMU wären wir nicht fähig, damit umzugehen. Vielleicht täusche ich mich, aber das ist momentan meine Überzeugung.

Sandra Banholzer
«Als ich zu Rausch gekommen bin, habe ich eine Lohn- und eine Gender-Gap-Analyse durchgeführt. Da musste ich aufräumen.»

Umgekehrt führt der Gelddialog auch dazu, dass man Lohnungleichheiten erkennen kann.

Genau, aber da setzen wir uns bereits selbst dafür ein. Als ich zu Rausch gekommen bin, habe ich eine Lohn- und eine Gender-Gap-Analyse durchgeführt. Da musste ich aufräumen. Ich glaube, es schleichen sich in vielen älteren Firmen Dinge ein. Da hat der Patron dem einen oder anderen noch etwas zugesteckt, und dann ist einiges nach über 20 Jahren einfach nicht mehr fair. Ich bin froh darüber, dass viele Unternehmen Lohnbänder haben und auch mit der Compliance und den richtigen HR-Leuten alles ausmerzen. Aber ich bin überzeugt, dass es Firmen gibt, die noch irgendwelche Leichen im Keller haben und die einfach nicht aufräumen.

Da braucht es auch den Mut, anzupacken.

Ja, es ist auch immer eine Gratwanderung. Ich kann nicht kommen und einen Gap gleich zu 100 Prozent schliessen. Da fallen Angestellte aus allen Wolken und glauben, sie seien durch das vorherige Management jahrelang unfair entlöhnt worden. Das will man auch nicht. Manchmal stecken dahinter Gründe oder Historie, die man nicht immer kennen muss. Man muss die Zukunft gestalten, und zwar schrittweise.

Was war deine beste finanzielle Entscheidung?

Mein Fachhochschulstudium in Betriebswirtschaft. Ich habe nach dem Gymi die Tourismusfachschule absolviert. Bei Schweiz Tourismus hatte ich einen coolen Chef. Eines Tages sagte ich ihm, dass ich auch mal seinen Job machen und ein Team führen möchte. Er schaute mich an und sagte, ich bräuchte dafür ein wenig mehr Ausbildung als «nur» die Tourismusfachschule. Der Satz ist mir bis heute geblieben. Also machte ich eine Passerelle und musste mich durchbeissen, denn ich war eine totale Pflaume bei allem, was Zahlen angeht.

Und die schlechteste?

(Überlegt.) Ich habe keine. Ich habe immer das ausgegeben, was ich vermag, und mich nie unnötig verschuldet. Aber klar, ich habe schon unzählige Male Geld für etwas ausgegeben, was ich nicht unbedingt gebraucht hätte!

Investierst du?

Ja. Ich investiere erst seit ein paar Jahren. Viel in ETFs und digitale Lösungen, seit einem Jahr kaufe ich auch Aktien. Schon lange investiert habe ich in meine 3. Säule. Das würde ich allen empfehlen: Unbedingt in die Altersvorsorge investieren.

Was war der Auslöser, dass du mit Investieren begonnen hast?

Irgendwann habe ich mich wirklich mit meinen Finanzen auseinandergesetzt und gemerkt, dass die Inflation mir das Geld auf dem Bankkonto wegfrisst. Früher war ich einfach zu faul, mich ums Investieren zu kümmern. Vor ein paar Jahren habe ich mich eingelesen und Spass daran entwickelt.

Wofür gibst du besonders gerne Geld aus?

Für Ferien und für gutes Essen. Dieses Jahr wurde ich 50 und habe alle meine Kolleg:innen mit Familie auf ein Schloss im Burgund eingeladen. Ich habe das Geld sehr gerne ausgegeben, weil es das grösste Geschenk ist, dass sie mit mir Zeit verbringen und dorthin reisen.

Was möchtest du den Leser:innen mit auf den Weg geben?

Einen Appell an alle Eltern, dass wir mit allen Kindern, speziell mit den Mädchen, über Geldthemen sprechen. Wir leben momentan in einer schwierigen Welt. Es ist wichtig, sich mit Geld auseinanderzusetzen, sodass wir eine Sorge weniger im Leben haben. Wir haben sonst schon genug Sorgen.

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Veröffentlicht: 3. November 2026